Welche Fotos brauche ich für meine Website? Der komplette Guide für dein Business-Fotoshooting
Für die Website empfehle ich meinen Kund:innen, auf professionelle Business-Fotos zu setzen. Keine Selfies, sondern hochwertige Aufnahmen, die Vertrauen aufbauen und einen klaren, professionellen Eindruck hinterlassen.
Dafür sind oft neue Bilder nötig. Und das bedeutet: ein Fotoshooting.
Doch genau das sorgt bei vielen erst einmal für Unsicherheit.
Denn die wichtigsten Fragen lauten:
Welche Fotos brauche ich eigentlich für meine Website?
Worauf sollte ich achten?
Welche Bildaussage ist wichtig?
Und in welchem Format brauche ich die Bilder überhaupt?
In diesem Beitrag nehme ich dich Schritt für Schritt mit durch die Vorbereitung auf dein Business Fotoshooting, mit Fokus darauf, welche Fotos deine Website wirklich braucht.
Mein Business Fotoshooting im Schnelldurchlauf
Schritt 1: Finde Fotograf:innen
Wenn du dich fragst, welche Fotos du für deine Website brauchst, beginnt alles mit der richtigen fotografischen Begleitung. Denn nicht jede Fotografie passt zu jeder Selbstständigkeit.
Ich habe über längere Zeit Arbeiten gesammelt, die mich angesprochen haben – nicht nur visuell, sondern auch in der Haltung und Bildsprache.
Entscheidend ist nicht der Preis oder Empfehlungen, sondern:
Findest du dich in den Bildern wieder?
Passt der Stil zu deiner Positionierung?
Instagram kann dabei eine gute Inspirationsquelle sein. Speichere dir Bilder, die dich ansprechen, und entwickle ein Gefühl für deine gewünschte Bildwelt.
Vielleicht folgst du schon Fotograf:innen, oder du hast bei anderen Profilen Fotos gesehen, die dir gefallen? Wenn ja, frage doch einfach mal nach, wer sie gemacht hat.
Nun heißt es speichern, screenshoten, sammeln – selbst dann, wenn noch nicht der richtige Zeitpunkt für dein erstes Personal Brand Shooting gekommen ist.
Schritt 2: Im Vorgespräch zeigt sich, ob ihr harmoniert und du dich verstanden fühlst
Im Kennenlerngespräch zeigt sich schnell, ob es für eine Zusammenarbeit passt.
Neben organisatorischen Fragen geht es vor allem um:
deine Selbstständigkeit
deine Zielgruppe
deine Website und deinen Einsatz der Bilder
Gute Fotograf:innen helfen dir dabei, schon früh zu verstehen, welche Fotos du für deine Website wirklich brauchst.
Schritt 3: Inspo & Ideen im Moodboard organisieren
Ein Moodboard hilft dir, deine Bildsprache sichtbar zu machen. Es ist einfacher zu zeigen, was man möchte, statt es mit Worten erklären zu müssen.
Erstelle Moodboards oder Ordner (für deine Markenfarben, Posen, Outfits, Stil…) zum Beispiel
auf deinem Handy in Form von Screenshots
auf einer Cloud oder
bei Pinterest.
Wichtig ist, dass du diesen Ort digital mit deinen Dienstleister:innen teilen kannst.
Es geht nicht um Perfektion, sondern die Richtung.
Meine Erfahrung:
Auch wenn mir der Nutzen und die Wichtigkeit von Moodboards bekannt war, hatte ich Schwierigkeiten damit. In meinem Pinterest-Ordner war zum Shooting-Zeitpunkt nur eine kleine Auswahl an Bildern enthalten – das geht auf jeden Fall besser.
—> Daher mein Learning: Auch wenn es am Anfang etwas holprig ist, bleib dran. Zuerst fühlt es sich sicherlich nach einem großen Durcheinander an und womöglich ist kein roter Faden erkennbar. Aber nach und nach wirst du Ideen entwickeln, neu strukturieren und ganz genau wissen, wo es hingehen soll.
Schritt 4: Welche Fotos du wirklich für deine Website brauchst
Hier liegt der wichtigste Teil der Vorbereitung. Viele machen den Fehler, einfach „schöne Fotos“ zu planen. Für eine Website ist aber etwas anderes entscheidend:
Welche Seiten hat deine Website?
Welche Botschaft soll jede Seite vermitteln?
Welche Fotos unterstützen diese Inhalte?
Du brauchst keine riesige Bildbibliothek. Für die meisten Websites reichen 10–15 gut geplante Motive völlig aus.
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1. Hero-Foto für die Startseite (1–2 Bilder)
Das wichtigste Bild deiner Website.
Blick in die Kamera
Querformat
ruhiger Hintergrund
Platz für Text
2. Portraits für die Über-mich-Seite (2–3 Bilder)
Hier entsteht Vertrauen.
Nahaufnahme
Halbportrait
natürliche Variante
3. Arbeitssituationen (2–3 Bilder)
Zeigt, wie du arbeitest und gibt einen Einblick in deine berufliche Welt.
am Schreibtisch
beim Schreiben / Denken
im Gespräch oder in Aktion
4. Detailaufnahmen (3–5 Bilder)
Lockern deine Website visuell auf (siehe Props).
Hände beim Arbeiten
Notizbuch
Bücher
Arbeitsmaterialien
Querformat oder Hochformat?
Beides! Denk daran, eine gute Mischung aus Hoch- und Querformaten einzuplanen.
Querformatige Bilder eignen sich besonders für Header auf der Website oder als Titelbilder (z. B. für LinkedIn).
Hochformatige Bilder brauchst du für Instagram-Stories oder mobile Darstellungen.
Schritt 5: Outfits zusammenstellen
Ein oft unterschätzter Punkt bei der Frage „Welche Fotos brauche ich für meine Website?“ ist die Kleidung.
Stell dir bei der Auswahl folgende Fragen:
Welche Kleidung präsentiert mich am besten?
Welche Outfits wirken professionell, ohne das ich mich verkleidet fühle?
In erster Linie sollen die Outfits zu dir passen, du sollst dich während des Shootings wohlfühlen und jede deiner geplanten Posen problemlos umsetzen können.
Meine Erfahrung:
Vor Ort haben wir gemerkt, dass ein Outfit stilistisch nicht zu den anderen passt und sich zu stark unterscheidet. Spontan haben wir noch Fotos mit dem Pullover gemacht, den ich bei der Ankunft an hatte. Dieser wäre sicher nicht meine erste Wahl gewesen, aber mehr Outfits hatte ich leider nicht dabei.
—> Daher mein Learning: Pack lieber ein paar Outfits mehr ein. Ich hatte während der 1,5 Stunden Business-Fotoshooting insgesamt drei Outfits an. Beim nächsten Mal würde ich lieber fünf einplanen.
Qual der Wahl – eine Fotoauswahl treffen
Schritt 6: Props auswählen
Props helfen dabei, deine Arbeit sichtbar zu machen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil, wenn du dich fragst, welche Fotos deine Website braucht.
Klassische Props:
Laptop
(allerdings wirken klassische „Laptop-Fotos“ oft austauschbar und wenig individuell. Überlege, wie du deine Tätigkeit noch visualisieren kannst: Gibt es andere Arbeitsmaterialien, die du einbinden kannst? Kannst du digitale Prozesse durch physische Handlungen ersetzen?)Tablet
Handy
Notizbuch
Brille
Individuelle Props:
Kaffeeverrückt → auffälliger Kaffeebecher mit einer Markenbotschaft
Bücherwurm → Lieblingsbücher und -zeitschriften, die für dich, aber auch deine Kund:innen relevant sind
Naschkatze → Snacks lassen sich ebenfalls in dein Shooting einbauen, am besten wenn sie farblich zu deiner Marke passen
Klebezettel mit Markenbotschaft
Meine Erfahrung:
Props hatte ich nicht wirklich auf dem Schirm, obwohl sie ein wichtiger Bestandteil eines jedes Business-Fotoshootings sind.
Ich habe mir vorgenommen, ein gelbes Quadrat selbst zu basteln und mitzunehmen. Die Größe konnte ich überhaupt nicht einschätzen und so ist es gekommen, wie es kommen musste – mein Prop war zu klein. Gut, dass es im Studio genug Alternativen gab!
Fazit: Welche Fotos brauche ich für meine Website?
Ein Business-Fotoshooting muss keine große oder stressige Produktion sein. Wenn du dir vorher die richtige Frage stellst:
Welche Fotos brauche ich für meine Website?
…dann wird dein Shooting automatisch klarer, entspannter und strategischer.
Mein wichtigstes Learning: Gute Website-Fotos entstehen nicht im Shooting – sondern in der Vorbereitung deiner Website.
Denn erst wenn klar ist, welche Inhalte du auf deiner Website hast, wird sichtbar, welche Bilder du wirklich brauchst.
Pro-Website-Tipp zum Abschluss
Wenn du deine Website planst oder überarbeitest, lohnt es sich immer, zuerst die Struktur und Inhalte zu definieren. Und genau dabei unterstütze ich meine Kund:innen im Strategieprozess – damit Design, Inhalte und Bildsprache am Ende wirklich zusammenpassen.